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Donnerstag, 30. Mai 2013
Vorbemerkung
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• Dies sind meine Mitschriebe auf dem Handy
- kein ausgefeilter Reisebericht.

Sie schildern unsere Reise, die Begegnungen
sowie "Dies und das am Wegesrand".

In den Absätzen sind die Stichworte fett markiert




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Sinn dieser (jährlichen) Fahrt ist
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Begegnung m.d. Mitarbeitern und Kindern vor Ort.
Sich neu kennen lernen bzw. vorh. Kontakte pflegen.
Wir sind nicht nur anonyme Unterstützer,
sondern wir sind Freunde
und freuen uns, bei euch zu sein

• Transport von Hilfsgütern
(so viel halt in einen großen PKW-Anhänger rein passt

• Das Erlebte daheim weitergeben ("Botschafterfunktion") … z.B. an dich/Sie



• Wir fahren zu viert:
- Roland, Vorsitzender von "Hoffnung für Kinder in Rumänien e.V.", Mössingen
- Rolf ein Vereinsmitglied seit der Anfangszeit sowie
- Regina & ich (inzw. auch Mitglieder)



• Der Verein arbeitet mit der Scheytt-Stiftung zusammen.
- http://scheytt-stiftung.de



- http://scheytt-stiftung.de/wp-content/uploads/Artikel-K%C3%B6lner-Stadtanzeiger.pdf

• Beide tragen die Arbeit von Asociata "Samariteanul Milos"
mit dem "Casa Samariteanul Milos"


- dem Haus des barmherzigen Samariters
in Ghimbav
bei Brasov (dt. Kronstadt).
http://scheytt-stiftung.de/?page_id=12&lang=de

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Samstag, 18. Mai (Reisetag)
Die Hinfahrt – zwei Tage - vier Länder - 1.600 Km

• Abfahrt 5:00 h
• 18:45 h, hinter Budapest, nach gut 1.000 km:
Fahrer eines Truck misst mit einen Holzstecken,
wie viel Sprit im Tank ist!







• Unsere Gesamtdurchschn.geschw.: 110 km/h
• Ein großes Mohnfeld (es ist Mitte Mai)
• Erstes Pferd, erstes Storchennest

Ankunft im Sonnuntergang
• um 20:00 h in Mako, direkt vor der rumän. Grenze



• Campingplatz mit netten, kleinen Häuschen
Direkt an der Donau
• Aber: Mücken!

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Pfingstsonntag, 19. Mai (Reisetag)
• Tolles, rustikales Frühstück mit Spiegelei, Schinken etc.
im "Zelt" mit Moskito-Netz
Edles Besteck




• Abfahrt 9:15 h
Rumänische Grenze
• Landstraße, die erhoffte Autobahn gibt es noch nicht
• Es hat 27 Grad
• Landschaftlich schöne Gegend, Holunder- und Hagebuttensträucher entlang der eigentlich gut ausgebauten, kurvigen Landstr.
- die aber auch viele Schlaglöcher hat
• Auf den kleinen Streifen entlang der Strasse Fußgänger und Radfahrer
• Wir fahren längere Zeit am Fluss Mures entlang



• Immer wieder Kirchen mit silbrigen Turmdächern (spitz oder Zwiebelform).
Die orthodoxen haben alle auf jedem Turm ein Kreuz
• Auf den Wiesen Heu-Türme "nach alter Väter Sitte". Kuhherde mit Hüte-Junge
• Simeria, 50 km vor Sebes: Große "real"- und "METRO"-Märkte - haben am Sonntag offen.
Niederlassung von Heidelberg Cement Group
• Zwei weiße Edel-Stretch-Limosinen mit Überlänge am Straßenrand
• Fa. STRABAG arbeitet auch am Pfingstsonntag (an der künftigen Autobahn)



• Während wir in der Stadt am Automat rumän. Geld abheben
werden wir von zwei jungen Frauen + Kind + Oma angebettelt.
Regina gibt ihnen eine Handvoll Bonbons und eine Packung Knäckebrot.

• 20 km vor Hermannstadt: Schafherde überquert vor uns die insges. dreispurige Landstrasse
• Sibiu/Hermannstadt: im Hintergrund Bergkette der Karpaten (bis 2.000 m)
z.T. mit Schnee
• Nicht weit von der Stadt am Rande der Autobahn: Kuhherde mit ganz vielen Kälbern

• Abstecher nach Talmaciu zu Johann & Anna

• Weiterfahrt
• Im Gewerbegebiet von Fogarasch: Buderus, LIDL, TAKKO, DEICHMANN, Kaufland
• 25 km vor Brasov (dt. Kronstadt) bei allmählich untergehender Sonne:
Pferd springt auf der Strasse rum.
Vorderbeine sind zus.gebunden
- daher kann es nicht einfach über den betonierten Graben zur Weide zurück

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Ankunft in Ghimbav (dt. Weidenbach)
• Nach 500 km Landstrasse Ankunft um 19:45 MEZ / 20:45 h Ortszeit.



Einfahrt in den Innenhof des Kinderheims.



Erste Begegnungen mit etlichen der Kinder und Mitarbeiter
(feste + Volontäre; aus Dt., Rumänien und Irland)






Maja lädt uns zum Essen in ein Restaurant ein.

Sie ist Schwäbin (urspr. Sielmingen auf den Fildern)
Sie freut sich mal wieder schwäbisch zu hören und zu reden

Live-Musik mit keyboard, Akkordeon, Sänger(in) sowie Trompete. Musik aus Moldawien bis hin zum Tango.
Es ist ziemlich laut. Man kann sich nur schwer unterhalten.
Maja darf sich ein Lied wünschen

• Um halb Eins "in die Heia" – "Nuapte Buna" (Gute Nacht)

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Pfingstmontag, 20. Mai - erster Tag in Ghimbav
• 9.00 h Frühstück.
Die Kinder sind bereits seit 1 h in der Schule - hier ist noch kein Pfingsten, da das orthodoxe Kirchenjahr gilt



• Das Grundstück ist ganz typisch für Siebenbürgen:
- Großes Tor + Tür.
- Daneben das Haus mit Stirnseite zur Strasse. Nach hinten lang gezogen.



- Wohnbereich dann normalerweise Stallungen etc.
- Parallel dazu der Hof.
- Ganz hinten der Garten (Gemüseanbau + Wiese)

• Gerrit (Volontär aus dem Münsterland) bringt die ersten Kirschen aus dem Ort mit



• Vormittags arbeitet das Personal im Gemüsegarten

• Als die Kids von der Schule kommen helfen Sie beim Ausladen des Anhängers





Drinnen gibt's auch einen Tischkicker



• Ein Mann läuft im Ort (etwa so gross wie Gomaringen) mit seinem Schaf Gassi"!
• Maja hat die "Allgem. Dt. Zeitung für Rumänien" abonniert
• In der Hofeinfahrt spielen die Kinder verschiedenen Alters auf wenigen Quadratmetern Fußball und Basketball durcheinander





• Später mit einigen kids zum Kicken auf den Hartplatz der Schule.
Als es gewittert brechen wir ab.
Stehen erst unter.
Dann laufen wir im Regen heim
Die Kinder haben ihre Aufgaben: Geschirr abräumen, spülen, sprechen Tischgebete, kehren und wischen den Boden, ...



• In der Schule sollen Schuluniform getragen werden: Jungs dunkelblaue Jacke und Pullover mit Schulwappen. Mädchen blaue Schürze. Aber viele ignorieren das.
Sie haben bis i.d. Mittag hinein Schule ... und dann noch ziemlich viel Hausaufgaben
- z.T. stupide Fleißarbeit.
Die Mitarbeiter hocken meist über Stunden hinweg mit ihnen a.d. Hausaufgaben.
• Da es regnet sitzen wir drinnen und unterhalten uns bei einem Kaffee.

• Abends spazieren wir durch Ghimbav und erkunden den Ort.





Entdecken die neu gebaute orthodoxe Kirche



• Danach bereiten wir die restl. Geschenke f.d. Zigeuner-Familien vor.
Der 5-jähr. Jonuz will mithelfen und Kartonstücke zerschneiden.
Ich sitze zu ihm, halte die Stücke und er schneidet.
Nach jedem vollendeten Schnitt
wird mit einem "give me five!" abgeklatscht

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Dienstag, 21. Mai
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Zwei Besuche stehen an.
Was wird der Tag bringen?

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Besuch bei Frau Serbanescu in Dumbrovitsa
• Zunächst bei Donna Anka Serbanescu, ehem. Lehrerin.
Sie war in ihrem ganzen Berufsleben nur drei Tage krank.
• Privat ist sie Ikonen-Malerin





• Im Wohnzimmer eine ganze Schrankwand mit vergilbten, braun gewordenen Büchern
... und daneben einem richtig großen Flachbildschirm!
• Im Vorgarten steht ein "Weihnachtsbaum" – voll gehängt mit blauen Schoko-Osterhasen.
Krass. Schräg. Witzig




• Es gibt Kaffee und selbst gemachten Sauerkirsch-Likör ... Yummy!
• Donna Serbanescu verwaltet die Hilfen für die Zigeunerfamilien.
Sie zeigt uns ihre penible Buchhaltung (welche Familie seit 2006 was und wie viel bekommen hat).



Es wird sehr (!) auf Gerechtigkeit geachtet (bis auf den einzelnen Euro).
Im Jahr 2012 wurden 18.000 Laib Brot verteilt.
Wenn ein Kind nicht in die Schule geht gibt es auch kein Brot
... und einen "Fehlt-Strich" i.d. "Buchhaltung"

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Besuch i.d. Zigeunersiedlung in Dumbrovitsa
• Wir fahren in die Zigeunersiedlung.

Anmerkung zum Begriff "Zigeuner":
Wir sind diesbezüglich von Deutschland her schon sensibilisiert
- aber wir haben in Rumänien keinen Menschen von "Roma" sprechen hören.
Auch in Englisch: "Gypsy" und nicht "Roma".
Und auch die Hilfsorganisationen sagen "Zigeuner".
Wir haben aus der Bezeichnung hier in Rumänien auch keine Abwertung herausgehört.
Daher verwenden wir hier auch den Begriff "Zigeuner" - und das ohne Abwertung oder Diskriminierung.

Nun zu den Erlebnissen:

Da wir zu sechst sind sitze ich in den Kofferraum des Mini-Van.



Blöderweise fährt plötzlich ein Polizeiauto hinter uns. Egal ...



• Familien mit etlichen Kindern leben in Häuschen/Hütten,
die meist nur aus einem einzigen Raum (von 10-20 qm) bestehen.



Der Boden aus Beton oder Lehm.



Wände z.T. gemauert - z.T. Holzgeflecht und Lehm.





Oft noch ein "Vorraum" mit Bretterdach und Plastikfolie oder Bretterverschlag.



"Herd"-Feuerstelle aus Steinen und kleinem Kamin.



Paradoxerweise haben manche einen kleinen Fernseher.

• Eine Frau hat relativ dreckige Klamotten. Die anderen haben schlichte Kleidung, aber nicht schmuddelig



• Die Leute kriegen lt. Donna Serbanescu echt keine Beschäftigung.
• Die Zigeuner hier denken finanziell nur an den heutigen Tag. Das Geld für einen Monat einzuteilen klappt meist nicht.



• Solange wir dort sind "verhandeln" manche mit Donna Serbanescu.



Eine Frau bringt eine Stromrechnung, die sie nicht bezahlen kann.
Wird aber "aus pädagogischen Gründen" abgelehnt.
Hier kommt die strenge, aber liebevolle Lehrerin zum Vorschein



• Wir gehen weiter zu einer Frau, die ihr Haus sehr ordentlich hält.
Nach hinten hat sie einen sehr ordentlich angepflanzten Gemüsegarten
und ein kleines Beet mit Blumen + Sträuchern



• Anschließend bei einer Familie mit einem behinderten Kind, das seit der Geburt per Nasen-Sonde ernährt werden muss



Und die Schwester



Ach ja, wo sind wir hier?

In ...




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Fahrt nach Rupia ins staatliche Kinderheim
• Nachmittags geht's mit Katie (die junge Direktorin des Kinderheims)
zu einem staatlichen Kinderheim für Jungs nach Rupia.



• Der 5-jährige Jonuz wird dorthin zurück gebracht.
Wir fahren eine gute Stunde. Wir sind mit zwei vollen Autos unterwegs.
Etliche der Kinder von Ghimbav begleiten Katie und Jonuz



• Dort ist es etwas "wuselich".
In dem Hof sind zig Jungs mit irgendwelchen Bällen, "Kärrele", Anhängern etc.
am Rumtoben und Spielen.
Unzählige "Beinahe-Zusammenstösse".

>



Aber die Kerle sind robust, reagieren, weichen aus.
Sie können auf diesem un-schönen Hof rumspringen, kicken, lachen.
Es ist alles so schlicht.
Und doch scheint ihnen kaum was zu fehlen.

• Zunächst stehe ich nur rum
- plötzlich kommt ein Kerle mit einem Fußball und wir kicken den Ball hin und her
... so einfach kann Kommunikation sein
- auch ohne ggn.seitige Sprachkenntnisse!


"Schaut nicht auf das Stadion - schaut auf die Spieler!"

Plötzlich ein resolutes "Hey!" neben mir
- ein Kerle hat meinen Kuli in der Hand, der mir ins Gras gefallen war.
Ein "hey" - ein Blick - ein Lächeln = Kommunikation.
• Die Mitkicker wollen, das ich ein Bild von ihnen mache.
Einer will dabei meine Sonnenbrille aufsetzen.
Jetzt sind sie happy ...


Zum Abendessen bei Maja
Unendlich viele Geschichten (die das Leben wirklich schrieb).
Unglaubliche Not - oft menschliche.
- Oft kurzzeitige und wechselnde Paarbeziehungen.
- Viele Schwangerschaften.
- Teilweise wird Frauen zur Sterilisation geraten und verholfen.
- Oft auch Vergewaltigungen u.a. ungute Formen des Zusammenlebens auf engstem Raum.
- Bis hin zum (tatsächlichen) Mord und Totschlag in der eigenen Familien

Die Eltern geben die Kinder oft aus materieller oder menschlicher Not in andere Hände
Vielen fällt es aber schwer, sie zu Adoption in geregelte Verhältnisse zu geben
So pendeln Sie oft zwischen wollen und nicht können.
Die Kinder pendeln dann phasenweise zwischen daheim und Kinderheim.
Ungewissheit. Wo gehöre ich hin?

Aber auch erstaunlich, wie Kinder hier in dieser Art von Heim sich entfalten!
Die familiäre Art des Zusammenlebens ist sehr wichtig

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Mittwoch, 22. Mai
• Frühstück und Gespräch mit Maja

• Lesen danach ein bisschen in den Büchern aus Maja's "Antiquariat"
• Danach suche ich wieder nach meiner "WLAN-Ecke" - die Stelle, von der aus man ins offene WLAN des Rathaus kommt - und rufe auf dem Handy meine e-Mails ab

• Roland und Rolf sind mit Gerrit zum "Hausberg"
Einer der höheren Berge, die gar nicht weit weg sind.
Hoch geht's mit der Gondel

Mittagessen



• Nach dem Mittagessen will ich nochmals zur "WLAN-Ecke"
- die kids kicken aber vor dem Tor ...
- "fotball?"
- ich nicke.
Und schon bin ich wieder mit von der Partie.
Super, oder? Es ist so unkompliziert :-)



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Ein Nachmittag in Brasov


• Besuch der Schwarze Kirche (dt.-luth.)



Marktplatz. Ein älterer Mann (weiße Hose, kartiertes, blaues Hemd, dunkler Sakko, Schildmütze, Leinenrucksack)
spricht uns an
"... aus welchem Bundesland kommen Sie?
Ah, Baden-Württemberg.
Da kommen unsere Könige her. Sigmaringen, die Hohenzollern!"
Und dann kommt ein Schnellkurs in europ. + rumän. Geschichte incl. Graf Dracula ...



Orthodoxe Kirche: Es findet gerade eine Messe o.ä. statt





• Wir sitzen in ein Strassen-Cafe.
Plötzlich ertönt Bläsermusik - ein Quartett spielt um 18:00 h vom Turm herab
• In der Fußgängerzone ist es wie in vielen anderen Städten: dieselbe Art von Geschäften und Marken, Cafe's, und ... eine bettelnde Mutter mit ihren Kindern unter all den modernen Menschen
• Am Marktplatz gibt es eine "german bakery"

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Wieder im Kinderheim
• Heute Abend dürfen die Großen fernsehen.
Einmal in der Woche diese spezielle Sendung.
Und das direkt vor unserem Zimmer.
Na ja, um 22.00 h ist Schluss

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Donnerstag, 23. Mai
• Morgens hat es geregnet. Es ist kühl (14 Grad)
• Maja kommt kurz vor acht um sich zu verabschieden.
Sie fliegt für eine Woche nach Dt.



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Besuch in Talmaciu – „alte“ Bekannte
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Tagesausflug nach Talmaciu (bei Hermannstadt)
• Abfahrt 9:30 h
• In einer Ortsdurchfahrt liegt ein Hund auf der Abbiegespur in den Ort hinein - mutig ...
• In Fogarasch plötzlich "Ta-tü-ta-ta" - ein Polizeiauto eskortiert drei Militär-LKW mit Soldaten
• Wir biegen südlich v.d. Hauptstr. ab. Von 650 m soll es auf über 2.000 Höhenmeter gehen.
• In einer Ortschaft liegt ein Hund auf der Gegenfahrbahn (lebendig)
• Das Auto kämpft sich die Serpentinen hoch. Es wird immer mehr ein Sauwetter. 12 Grad. Immer nebliger. Es gewittert. Vor uns ein Motorradfahrer aus Luxemburg. Er will's wissen und fährt weiter. Wir drehen um

• Bei einer Tankstelle verkaufen zwei Männer Holzfässer.
Rolf will eines. Roland verhandelt ... bis der Preis stimmt





Ankunft in Hermannstadt (Sibiu)



Nachdem wir durch die Stadt gelaufen sind,
sitzen wir in ein überdachtes Straßenrestaurant und bestellen.
Es regnet. Es ist kalt. Ungemütlich, brrrh.
• Danach gehen ("fliehen") wir ins nahe gelegene Kaufhaus,
weil es dort
a) trocken und
b) warm ist

• Neben der dt. evang. Kirche das kleine Fremdenverkehrsbüro.
Plakat "Der Märchenmonat am Dt. Kulturzentrum Hermannstadt" sowie "Hermannstädter Musikanten"

• Um halb sieben treffen wir uns mit sieben jungen Leuten. Sie waren früher alle im Kinderheim.



- Die Eine heiratet im August.
- Die Schwester ist das erste Mal schwanger.
- Einer arbeitet als Koch in München
- ...

Ein herzliches, fröhliches Umarmen, Babbeln (Englisch, rumänisch, deutsch, schwäbisch) und Lachen.
Wir gehen zum Chinesen. "All you can eat" für 5,- €

• Um Viertel Zehn treten wir die 140 km Rückweg an

Ankunft um Viertel Zwölf

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Freitag, 24. Mai
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• Zum Frühstück gibt es schon einen
selbst gemachten Apfelstrudel + Vanillesoße
mit geriebener Orangenschale

(war eig. f.d. Kaffee am Vortag gedacht)
… hmmmm!

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Besuch bei Sonja Kunz in einem anderen Kinderheim
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• Sie ist Leiterin eines anderen, vgl.baren Heims für Jugendliche (z.T. bis 20 Jahre). Es liegt ganz in der Nähe.
Es wird von der Schweiz aus unterstützt:
• Getragen durch den Schweitzer Verein "Fundatia Pentru Copii Abandonati"
(wörtl. Übersetzung: "Einrichtung für die aufgegeben Kinder")
http://www.abandonati.ch/projekte/projekte.html
http://www.abandonati.ch/bildergalerie/bildergalerie.html
• Auch sie unterstützen die Zigeuner in Dumbravita
• Anfangs sind wir per "Sie" und Vorname und "ihr" (in der Mehrzahl)
und dann Sonja "ach, wir können auch 'du' sagen" ...
• Auch dieses Haus und Anwesen war einmal ein Bauernhof.
Die Ställe etc. wurden in Eigenleistung umgebaut zu Wohnraum.
Sehr angenehme Wohn-Atmosphäre - man hat nicht das Gefühl, in einem Heim zu sein



• Tendenziell ältere Kinder und Jugendliche
• Hier noch stärker der Ansatz, Kinder und Jugendliche mit professionellen Kräften aus sozialen Berufen zu betreuen.
- Ein Kerle ist für die ca. 10 Hühner verantwortlich und kümmert sich schon morgens vor der Schule um sie.
- Es gibt einen Werkraum, wo u.a. handgefertigte Taschen hergestellt werden. Und geflochtene Körbe.



Eigentlich sollte noch ein Atelier eingerichtet werden - wurde aber noch zurückgestellt.
- In vielen Zimmern findet man Gitarren

• Großer Gemüsegarten. Im Sommer sind sie Selbstversorger

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Dt. evang. Kirche in Ghimbav
• Liegt direkt ggn.über dem Kinderheim.
Es war die Frage, wann man den Mesner mal erwischt.
Als wir grad vom Einkauf im Lebensmittelgeschäft kommen
ist es zwölf und der Mesner kommt,
um (von Hand) zu läuten.





• Er zeigt uns die Kirche. Er kann nur ein paar Brocken Dt., aber wir kommen klar.



• Am Altar kein Kreuz oder Kruzifix, sondern ein auferstandener Christus
• Winters versammelt die kleine Gde. sich i.d. Sakristei.
Dort liegen dt. Gesangbücher und wir schnappen uns welche
und stimmen zu viert
"Ich singe dir mit Herz und Mund" an.
• In einem anderen Nebenraum zeigt uns der Mesner die Totentafel des I. Weltkriegs
m.d. Bibelvers
"Denn wir haben hier keine bleibende Stadt" (Jahreslosung 2013 aus Hebr. 13,14)

• Nachmittags bin ich im Büro, um kurz zu telefonieren.
Was entdeckt mein müdes Auge da in einer Ecke?
Eine MacIntosh-Bildschirm (incl. Rechner)!:




• Die Kinder gehen mittags ins Freizeit-Bad nach Brasov
(die Iren haben allen den Eintritt bezahlt)
• Gerrit hat sie auf seine Kosten zu McDonalds eingeladen
• Das ist sozusagen Weihnachten und Ostern an einem Tag
• Sie kommen erst nach neun Uhr heim

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Spontan-Besuch bei O.M. (Operation Mobilisation)
• Das christliche Missionswerk (www.om.org bzw. www.OMRomania.org ) befindet sich auf dem Nachbargrundstück.
Bevor wir am SA zurückfahren haben wir einfach kurz geklingelt.
• Ein jüngerer Mann öffnet: Gabi (in Rumänien ein Männername) Gligore.
Er zeigt uns das Haus.
Er kennt Regina's Vetter Tobias, der bei OM Dt. für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist



OM macht hier u.a. christliche Sportarbeit
Im Kinderheim hören wir, dass einige der kids das Angebot wahrnehmen.

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Samstag, 25. Mai (Reisetag)
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Abfahrt 6:15 h



- Sonnenschein, noch etwas Nebel
- "... ein bisschen wie das Auenland" (Herr der Ringe) meint Regina
850 km liegen heute vor uns
• Vor uns ein Kleinlaster, vollbepackt mit Schafswolle
• 7.00 h in Fogaras
• 8.00 h an Hermannstadt vorbei
• 9:45 h Autobahn! Aber nur einige km
• 14:20 h ein paar km vor der Grenze nach

Ungarn: ca. 100 LKW's (warten auf Abfertigung)
- alle anderen Auto's fahren dran vorbei.
Direkt vor der Grenze nochmals dasselbe
• Ungarn - die Uhr wieder um 1 h zurückstellen
• 15:15 h: Ab hier endlich konstant Autobahn!
• Ankunft 19:30 h rumänischer Zeit - 13 h unterwegs gewesen

Übernachtung bei Privatleuten.
Die Tochter lebt in Mössingen.
Wir nehmen die Mutter (Gastgeberin) mit nach Dt.

Abendessen im Restaurant:
"Hirsch auf Erdökerülö"
(Reis, Pilze und eine leckere Soße mit versch Gemüsen)
für 2.970,- Forint (= 10,- €)

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Sonntag, 26. Mai (Reisetag)
Frühstück um acht.
Es gibt schon gerauchten Bauchspeck, Sommerzwiebel, Radieschen, Paprika
selbstgemachte Aprikosen-Marmelade, Akazienhonig
... und Tee.
Kein Kaffee?
Hmm ...
Nach dem Frühstück gibt es Espresso und etwas Kuchen!
Abfahrt 9:15 h.
Im Auto vor uns streckt ein Dackel (ich meine nicht den Fahrer!)
den Kopf weit zum Fenster raus.
Die Dorfstrasse hat viele und tiefe Schlaglöcher -
"Strasse ist krank"
meint unsre neue, ungarische Mitfahrerin
• Im Ort: Schild mit "McDonalds", "McCafe", "McRegelli"



• 10:30 h Wien

Ankunft in Gomaringen abends kurz nach acht

Danke, Roland,
für knapp 4.000 km
angenehmes, flüssiges, geduldiges und sicheres Fahren!




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Ein paar Gedanken zum Schluss
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• Ganz unterschiedliche Facetten eines interessanten Landes.

Kaputtes und Schönes so nah beieinander:
- bei den Häusern
- bei den Menschen



• Es nicht nur und nicht vor allem eine materielle Not



Wer etwas dazu beisteuern will:

Scheytt-Stiftung
Konto 35 117 050
Sparkasse Westmünsterland
BLZ: 401 545 30

"Hoffnung für Kinder in Rumänien e.V."
Konto 1032 565
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20



- menschlich ist vieles im Argen. Dieses Land braucht viel Liebe

• Es passiert aber auch einiges.
Immer wieder sind es auch hier die vielen kleinen Taten der Liebe.
Wo viel menschliche Leere und Kälte ist,
da sind die Menschen aber auch umso offener und dankbarer
für Echt-sein und für Zuwendung.

• Für uns selber waren es viele kleine, kuriose Begebenheiten "am Wegesrand"

• Immer wieder auch die Kommunikations-Frage:
Spreche ich mit meinem Gegenüber deutsch, englisch oder "händisch+füßisch"?



• Und: immer wieder Begegnungen von Mensch zu Mensch.
Es ist kein Zufall, dass auf den Bildern so Menschen zu sehen sind

• Das ist so wichtig im Leben. Nöte mit eigenen Augen kennenlernen.

• Aber auch miteinander lachen,
"wildfremde" Menschen i.d. Arm nehmen.
Eben noch nicht gekannt - und jetzt verbunden



• Und: Unkompliziertheit.

Während ich dies schreibe kommt mir dieser Liedtext in den Sinn:
„Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf
Strahlt inmitten der Finsternis auf
Fließ, Gnadenstrom, überflute dies Land mit Liebe“



Dumnezeu să te binecuvânteze - Gott behüte dich


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